Portrait
Christian Lijsen wurde 1971 als Sohn des
Geigenbaumeisters Paul Lijsen in Bad Tölz
geboren.
Nach seiner Gesellenprüfung 1989 mit
Auszeichnung Bundessieger und verschiedenen
Anstellungen in München ging er 1994 für einen
Arbeitsaufenthalt mit Schwerpunkt Restaurierung
zu Andreas Post nach Amsterdam.
Dort bekam er wichtige Impulse für seine weitere
berufliche Entwicklung.
Nach seiner Rückkehr arbeitete er zwei Jahre in
der renommierten Werkstatt von Hieronymus
Köstler in Stuttgart, bevor er sich 1999 zusammen
mit seiner Frau in München selbstständig
machte. Seine Meisterprüfung legte er zu dieser
Zeit mit Auszeichnung der bayerischen
Staatsregierung ab. Besondere Anregungen für
seine neuen Instrumente erhielt er auch durch
die Meisterkurse bei J.V. Stietencron in Riva del
Garda und Ascona in Italien.
Sarah Wiest schloss ihre Ausbildung 1994 in
Mittenwald an der staatlichen Fachschule für
Geigenbau ab. Nach 4 Jahren Gesellenzeit in
Amsterdam und Stuttgart legte sie 1999 die
Meisterprüfung in Mittenwald ab.
Referenzen
- Goldmedaille und 1. Platz in der Gesamtwertung
für Violine, Internationaler Geigenbauwettbewerb,
Mittenwald, 1993
- The Violin Society of America - International
Competition, Cincinnanti (Ohio), 2000
Certificate of Merit für Violine
- BVMA - First International Violin and Bow
making Competition, London, 2004
Certificate of Merit für Violine
- Bestellung zum öffentlich bestellten und
vereidigten Sachverständigen der HWK für
München und Oberbayern, 2003
Schwerpunkt
Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden neben dem
Neubau von Streichinstrumenten auch das
Kopieren und Restaurieren aller Meisterwerke der
Geigenbaukunst.
Wenn Sarah Wiest und Christian Lijsen heute ein
klassisches Instrument kopieren, ist für sie weder
die detailgenaue Nachbildung oder eine
Klangkopie das Ziel, vielmehr beschert ihnen ein
altes Instrument oft ein zusätzliches Plus hin zu
mehr Freiheit in Gestaltung, persönlichem
Ausdruck und klanglichem Resultat.
So entstehen jährlich ca. 2-3 Instrumente nach
klassischer Vorlage, deren Ausdruck meist bei
professionellen Musikern Anklang findet.